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An der Reiselust mitverdienen: Lohnen sich Aktien der Reiseveranstalter?

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Schon zu Beginn des Jahres denken viele Deutsche an den Sommerurlaub. Ob Ägypten, die Türkei, Spanien oder Griechenland – Jahr für Jahr zeigen sich die Reiseveranstalter zufrieden. Sollte man also sein Geld mitunter auch in die Aktien oder Derrivate der Reisegesellschaften investieren? Wer sich mit der Ausschüttungsqualität im Tourismus-Sektor befasst, der wird jedoch schnell feststellen, dass hier definitiv Luft nach oben ist. Von den rund 70 Reiseveranstaltern, Kreuzfahrt-Linien, Tourismus-Dienstleistern und Hotelketten, die in Europa oder auch in den USA börsennotiert sind, konnten in den letzten Jahren gerade einmal drei Unternehmen die sogenannte Dividenden-Adelhürde von zehn Jahren ohne einer Dividendenkürzung erreichen.

Die Wyndham Worldwide-Aktie

Ein Mitglied des Trios ist etwa Wyndham Worldwide. Die Gesellschaft bewirtschaftet um die  8.000 Hotels in mehr als 60 Ländern, wobei es sich hier vorwiegend um mittlere bis gehobene Unterkünfte handelt. Die konsequente Fokussierung hat sich für das Unternehmen durchaus gelohnt – seit dem Börsengang, der im Jahr 2006 stattfand, konnte Wyndham Worldwide den Umsatz von 3,8 Milliarden US Dollar auf 5,6 Milliarden US Dollar steigern. Auch der Jahresabschluss hat sich seit dem Börsengang verdoppelt – bei der Ausschüttung der Dividende gab es zudem mehrere Anhebungen.

Auch sonst ist das Unternehmen, das im S&P 500 zu finden ist, durchaus empfehlenswert: Die Ausschüttungsquote liegt mit 40 Prozent mittig im Zielkorridor (25 Prozent bis 75 Prozent), das Dividendenwachstum ist zweistellig und die Dividendenrendite liegt bei durchschnittlich 3,1 Prozent. Aktuell liegt das Wertpapier bei 90 Euro – zu Beginn des Jahres 2017 notierte die Aktie bei 70 Euro.

Empfehlenswerte „Small Caps“

Aber auch zwei „Small Caps“, die ausschließlich nur Reise- oder Nebenwerte-Insider kennen, können durchaus empfohlen werden: Einerseits geht es um die Schweizer Jungfraubahn Holding, andererseits um Voyageurs du Monde. Die Schweizer Jungfraubahn Holding, die die gleichnamige Zahnradbahn im Berner Oberland betreibt, hat in den letzten zwei Jahrzehnten keine Dividendenkürzungen vorgenommen, sondern konnte die Ausschüttungen sogar erhöhen.

Das Problem? Die Handelbarkeit des Wertpapiers. Auch wenn der Börsenwert des Unternehmens bei rund 500 Millionen Euro liegt, so wechseln oftmals nicht einmal Stücke von 10.000 Euro den Besitzer. Dasselbe Problem gibt es auch bei Voyageurs du Monde, einem Reiseveranstalter, der sich auf den nachhaltigen Individualtourismus konzentriert hat. Das war auch der Grund, warum das französische Unternehmen während der Finanzkrise kaum Umsatzrückgänge verzeichnen musste und somit weiterhin Dividende auszahlen konnte. Jedoch schreckt die Marktkapitalisierung, die bei gerade einmal 185 Millionen Euro liegt, viele Anleger ab – das Wertpapier ist einfach zu klein und der Handel im Alternext-Segment der Euronext Paris, einem kaum regulierten Handel, zudem nicht jedermanns Sache. Aktuell notiert das Wertpapier der Jungfraubahn Holding bei 131 Euro (zu Beginn des Jahres 2018: 119 Euro), das Wertpapier der Voyageurs du Monde bei 116 Euro (zu Beginn des Jahres 2018: 100 Euro).

Top-liquide Aktien versprechen kaum Ausschüttungen

All jene, die nur in hochkapitalisierte und top-liquide Aktien investieren wollen, müssen sich bewusst sein, dass sie Abstriche bei der Dividendenqualität machen müssen. So auch, wenn es um die Hotel-Giganten Marriott oder Starwood geht. 2009 kürzten die Unternehmen ihre Ausschüttungen – in weiterer Folge dauerte es mehrere Jahre, bis das sogenannte Vorkrisenniveau wieder erreicht werden konnte. Auch SkiStar, ein schwedischer Betrieb, rutschte im Jahr 2011 nach unten, sodass es zu Dividendenkürzungen kam.

Auf diesem Blog werden die beliebtesten Reiseziele, aber auch Geheimtipps offeriert - für eine erholsame Reisezeit.

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